01.10.2022: Der Klangteppich von Amman
Heute Morgen ging es ins Zentrum der Landeshauptstadt Amman.

Erstes Tagesziel war die Zitadelle Ammans auf dem 760 Meter hohen Hügel Qala. Die 1.700 Meter lange und an ihren Resten relativ gut erkennbare Zitadellenmauer geht im Wesentlichen auf die Römer zurück, sie wurde später von den Omayaden teilweise umgebaut oder erneuert. Zehn Türme verstärkten die Befestigungsanlage, in die vermutlich drei Tore hineinführten.






















Man hat einen echt tollen Überblick über die Stadt.



In diesem Viertel leben nahezu ausschließlich Palästinenser.

























Wer saß beim Metzger um die Ecke?


So riesige Zimtstangen habe ich noch nicht gesehen.





Das römische Amphitheater stammt vermutlich aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und bot Platz für 6.000 Besucher. Das Amphitheater ist sehr steil.





Hier blühen wunderschöne Jacaranda-Bäume.



Vorbei am Königspalast ging es auf der Schnellstraße in die sogenannte syrische Wüste.
Die Wüste ist ca. 1.000 Kilometer lang und besteht aus Sand, Schotter und Lehm.



Unterwegs gab es einen Dattelkeks.































Vor 100 Jahren wohnten hier gerade mal 2.000 Leute. Heute sind es im Stadtgebiet und der Umgebung 4.000.000 Einwohner.
Amman entstand auf sieben Hügeln, heute breitet sich die Stadt über mindestens neunzehn dieser Jebels aus. Das schnelle Wachstum der letzten Jahrzehnte erzeugte ein Stadtbild, das den Charme des Orients, der ja meist aus liebenswürdigem Chaos besteht, eher vermissen lässt. Vielmehr breitet sich ein Konglomerat aus unterschiedlichen, architektonisch eher selten auffallenden Gebäuden aus, deren Höhe im zentralen Bereich auf vier Stockwerke begrenzt ist. Abseits des Zentrums wurden und werden immer mehr und immer schneller Hochhäuser in modernster Architektur hochgezogen, die das Bild der Stadt deutlich verändern.
Für Bauherren obligatorisch ist die Verwendung des in der Umgebung abgebauten, überwiegend beigen oder grau-weißen Steins an der Außenfassade, auch wenn sich dahinter ein ganz normaler Betonbau versteckt. Diese helle Fassade verleiht der „weißen Stadt“ eine sympathische, freundliche Note. Die Höhenlage zwischen 750 und knapp 900 Meter garantiert auch im Sommer ein erträgliches Klima. Doch der Winter zieht mit Kühle bis zu frostiger Kälte einher, die sogar mit Schnee sehr deutlich zum Ausdruck kommen kann.
Amman zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen der Welt: Feuersteinwerkzeuge aus dem Neolithikum beweisen das uralte Interesse an diesem Ort; eine Siedlung aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. konnte im nordöstlichen Stadtviertel Ain Ghazal nachgewiesen werden.
Anbei eine Statue, die vor 9.000 Jahren geschaffen wurde:
Erstes Tagesziel war die Zitadelle Ammans auf dem 760 Meter hohen Hügel Qala. Die 1.700 Meter lange und an ihren Resten relativ gut erkennbare Zitadellenmauer geht im Wesentlichen auf die Römer zurück, sie wurde später von den Omayaden teilweise umgebaut oder erneuert. Zehn Türme verstärkten die Befestigungsanlage, in die vermutlich drei Tore hineinführten.
Von der Zitadelle kann man zunächst einen guten Überblick über die Stadt gewinnen und hat einen schönen Ausblick auf das römische Amphitheater.
Überall ist Rosmarin gepflanzt und es duftet sehr danach. ☺️
Es sind noch die Reste eines Herkules-Tempels zu bewundern.
An der Stelle bzw. Umgebung des Herkules-Tempels befand sich bereits im 9. Jahrhundert v. Chr. eine ammonitische Kultstätte, die dem Gott Milkom geweiht war.
Weiter geht es zum höchstgelegenen Bauwerk, lange Zeit Qasr (Burg, Schloss) genannt. Seine Bedeutung wurde mehrfach neu definiert; jüngere Forschungen ergaben jetzt wohl die Erkenntnis, dass es sich um einen Teil des Omayaden-Palastes handelte, der ab 720 vom bzw. für den hiesigen Provinz-Gouverneur erbaut und 742 durch ein verheerendes Erdbeben wieder zerstört und nie wieder komplett aufgebaut wurde.
Es finden sich auch noch Überreste einer omayadischen Moschee.
Man hat einen echt tollen Überblick über die Stadt.
Und was man von hier oben natürlich auch sehen kann: der Raghadan-Flaggenmast mit einer Höhe von fast 127 Metern. Hier können Flaggen mit bis zu 1.800 Quadratmetern Fläche (30x60 Meter) gehisst werden.
In diesem Viertel leben nahezu ausschließlich Palästinenser.
Dahinter erstreckt sich der Königspalast. Natürlich sehr stark militärisch bewacht.
Im Anschluss ging es etwas über den Gemüse- und Obstmarkt hier. Da Jordanien ein Beduinenland ist und die Stadt Amman so schnell gewachsen ist, gibt es kein klassisches Souk wie z.B. in Marrakesch oder Fes. Die „Altstadt“ ist lediglich 100 Jahre alt. Der Markt kann sich aber trotzdem sehen lassen. 👍🏻
Das Brot wird hier staatlich sehr stark subventioniert.
Wer saß beim Metzger um die Ecke?
So riesige Zimtstangen habe ich noch nicht gesehen.
Auf dem Weg zum römischen Amphitheater.
Das römische Amphitheater stammt vermutlich aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und bot Platz für 6.000 Besucher. Das Amphitheater ist sehr steil.
Hier blühen wunderschöne Jacaranda-Bäume.
Vorbei am Königspalast ging es auf der Schnellstraße in die sogenannte syrische Wüste.
Die Wüste ist ca. 1.000 Kilometer lang und besteht aus Sand, Schotter und Lehm.
Unterwegs gab es einen Dattelkeks.
Nächster Stopp war das Qasr el Amra, ein Wüstenschloss. Das Wüstenschloss ist das eindrucksvollste aller Wüstenschlösser und UNESCO-Weltkulturerbe.
Bekannt ist es insbesondere für seine Wandmalereien und seinem Heiz- und Schwitzbad (Caldarium).
Doch vorher Einkehr bei Beduinen.
Das kleine Kätzchen hatte auch Hunger und war total erschrocken, als die Teigtasche tatsächlich auf den Boden fiel. 😸
So, nun wieder zum Wüstenschloss. Wahrscheinlich geht das Bauwerk auf eine Karawanserei am Weg ins Wadi Sirhan zurück. Vermutet wird, dass der Omayaden-Kalif Walid I den Gebäudekomplex 707 - 715 zu einem (sehr privaten) Jagd- und Badeschlösschen ausbauen ließ.
Die im Islam ganz ungewöhnliche Offenheit, mit der menschlichen Abbilder, und noch dazu von Frauen, großflächig an die Wand gemalt wurden, wo doch bildliche Darstellungen von Menschen verboten bzw. verpönt sind, muss man wohl der frühislamischen Epoche zugute halten.
Ich bin so froh, dass ich mir vor allem diesen Hut hier vorher noch gekauft habe. Erstens geht es absolut nicht ohne Sonnenschutz auf dem Kopf. Zweitens wäre der Hut ohne Bändel bei dem Wind weg gewesen.
Auf dem Rückweg nach Amman gab es noch ein weiteres Wüstenschloss: Qasr el Kharanah.
Von außen sehr beeindruckend, innen allerdings nicht annähernd so imposant wie Qasr el Amra.
Im Hotel angekommen gab es noch Essen. Und dann Füße hochlegen. 😉
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