08.10.2022: Erhabene Stille im Wadi Rum
Heute Vormittag ging es ins Wadi Rum.


















Kurze Mittagspause.


Mein Name in arabischer Schrift:

Im Wadi Rum gibt es Wandmalereien, die älter als 2.000 Jahre sind.




Auf dem Weg zur Wüstenautobahn standen mehrere Waggons der Hedjaz-Bahn auf den Gleisen.








Danach ging es auf die Wüstenautobahn in Richtung Amman.
Durch T.E. Lawrence (Lawrence of Arabia) zu Recht bekannt geworden, fasziniert diese sowohl spektakuläre als auch sehr ungewöhnliche Wüstenlandschaft mit den senkrecht gut 1.000 Meter hoch aus der Sandebene herausragenden Felsenbergen.
Kurze Mittagspause.
Mein Name in arabischer Schrift:
Im Wadi Rum gibt es Wandmalereien, die älter als 2.000 Jahre sind.
Relativ schwierig zu erkennen. Dargestellt sind Kamele, Antilopen und Menschen bei der Jagd.
Was man in Jordanien so auf einem Parkplatz sieht:
Auf dem Weg zur Wüstenautobahn standen mehrere Waggons der Hedjaz-Bahn auf den Gleisen.
Vordergründig wollten die Osmanen den Zehntausenden von Pilgern helfen, die sich alljährlich von Damaskus aus auf den beschwerlichen und nicht ungefährlichen Weg nach Mekka begaben; tatsächlich bestimmten militärische Aspekte den Bau einer Eisenbahnlinie, die Damaskus mit Medina und Mekka verbinden und die Rotmeer-Küste zugänglich machen sollte.
Der osmanische Sultan Abdul Hamid II. initiierte große religiöse Sammelaktionen, um den Bau der Strecke zu finanzieren. Von Damaskus bis Ma‘an baute der Leipziger Eisenbahningenieur Heinrich August Meißner - zusammen mit weiteren deutschen und europäischen Ingenieuren - die Bahnlinie mit deutscher Technik, wie noch heute auf einigen Lokomotiven nachzulesen ist.
Schlimm daran waren allerdings 5.000 türkische Soldaten, die unter widrigen Umständen und gegen geringsten Sold 1900 mit dem Bau in Damaskus begannen, 1903 Amman erreichten, 1906 Ma’an und, nach 1.303 Kilometer, schließlich 1910 Medina, obwohl der Sultan 1908 gestürzt worden war. Das Endziel Mekka wurde nicht mehr in Angriff genommen
Der Bahn war kein langes Leben beschieden. Im Großen Arabischen Aufstand 1916 war die Nachschublinie der Türken und ihrer deutschen Verbündeten eines der Angriffsziele, das recht gefahrlos außer Betrieb gesetzt werden konnte. Der Brite Thomas E. Lawrence spielte eine Hauptrolle bei der Einstellung des Bahnbetriebs. Innerhalb von vier Monaten zerstörte er 80 Brücken und 17 Lokomotiven. Trotz wiederholter Reparaturen musste daraufhin die Linie militärisch und ab Ma‘an auch betrieblich aufgegeben werden. Ganz im Süden wurde 1975 eine Bahnstrecke für den Phosphattransport nach Aqaba gebaut, die auch (irgendwann) für nostalgische Touristenreisen genutzt werden soll.
Danach ging es auf die Wüstenautobahn in Richtung Amman.
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